Archiv für August 2009

blue screen skateboarding

…schade, dass die qualität des videos mies ist. aus einem altem flip video ist der clip – unterlegt mit dem wahnsinns-song „murderers“ von john frusciante.

feel like dancing…

dcat

und der passende insider dazu:

und noch nen song der auch freude ausdrückt:

Inglourius Basterds Kinostart in Berlin

Gestern Abend traf man sich dann mit ca. 40 (ungefähr) gleichgesinnten Personen um den Kinostart von inglourious basterds in Berlin zu feiern.
Wie zu erwarten war das Kino bis auf den letzten Platz ausverkauft und nach anfänglichen Diskussionen um die richtige Platzwahl ging das Spektakel bei Bier und Schnaps los.

Ich muss sagen, dass mir hat der Film ausgesprochen gut gefallen hat. Darüberhinaus war es wirklich kurzweilig bei jeder coolen Aussage und Aktion im Film einen Begeisterungsjubel der ZuschauerInnen zu hören und zu sehen, wie auch die „unpolitischen“ GymnasiastInnen neben uns davon angesteckt wurden und nachher schon bei jedem toten oder verletzten Nazis mitfeierten.

Ansonsten bleibt zu sagen, dass es ein typischer Tarantion-Film ist: Zitate- und Szenen-Anleihen aus anderen Filmklassikern, Super-Musik, interessante Perspektiven und sehr genaue Zeichnungen der einzelnen Charaktere und ihrer Motive in ihrer Umwelt. Auch eine Fuss-Szene fehlt nicht. Wenn auch diesmal eher als Einleitung einer Tragödie bzw. eines Niedergangs.

Bis auf wenige Ausnahmen gefiel auch das casting des Films sehr. Tip top ist natürlich Brad Pit, das war in der Tat nicht anders zu erwarten. Das hingegen Till Schweiger auch eine sehr coole Figur in dem Film besetzt und einwandfrei spielt, wollte ich vorher nicht glauben. Meine Ablehnung gegen deutschen Film und deutsche Schauspieler führten hier zum Vorurteil und sah sich dann wiederum in Daniel Brühl auch schon bestätigt. Der östereichische Schauspieler Chriptoph Waltz als SS-Standartenführer Hans Landa spielte wirklich sehr beeindruckend und schaffte es die Figur des eiskalten, intelligenten und teilweise intellektuellen Karrieristen der für die eigene Macht über Leichen geht, perfekt darzustellen. Gerade für ihn wünschte man sich ein anderes Ende im Film.
Absoluten coolnes-Bonus erhält Eli Roth als Sgt. Donny Donnowitz oder „Bärenjude“.

Nun es ist nicht der Film des Jahrhunderts, aber er ist sehr gut, teilweise sehr komisch, teilweise sehr traurig und in jedem Fall kurzweilig. Tausendmal besser als irgendwelche wischi-waschi-“ich-zeige-verständnis-für-die-nazis-und-ihre-probleme“-Filme wie z.B. Der Vorleser.
Also FreundInnen schnappen und anschauen!

Jean-Claude Izzo – Die Marseille-Trilogie

Von einem wundervollem Menschen bekam ich zum Geburtstag diesen Jahres von Jean-Claude Izzo die so genannte „Marseille Trilogie“.
Wunderbar feingliedrig geschriebene Kriminalromane um den Anti-Helden und Anti-Kommissaren Fabio Montale, spielend in der Stadt am Meer, die Farben und Gerüche einfangend und die Menschen und das Essen beschreibend. In jedem Band mit einer perfekten Analyse der französischen Verhältnisse und der Menschen der verschiedenen Klassen in ihnen – Nutten, Bullen, Front National, Islam, Mafia – alles findet seinen Platz und prüft sich an den radikal-humanistischen Ansichten Montales und seiner wenigen, dafür aber guten Freunde.
In jedem Fall zu empfehlen und ein besonderer Lesegewinn.

Dazu Zigaretten und Musik (die auch von Montale im Roman gehört wird):

Größten Dank an die Schenkerin!