Archiv für Oktober 2006

der Nazis schlechte Kleider…

Die Aktionen, die zumindest in Berlin-Lichtenberg gegen den Einzug der NPD in die BVV gelaufen sind waren meines Erachtens ganz gut und lautstark umgesetzt.
Dass die NPD in entschiedenster Form zu bekämpfen ist und warum, muss auf diesem blog und den meisten der LeserInnen nicht erklärt werden. Darum soll es in diesem kurzen posting aber auch nicht gehen.
Folgendes aber muss kurz kommentiert werden:

hähnel

Was ist denn das bitte für ein schlechter Style?
Nen grauer Billig-Anzug, der offentsichtlich nicht mal richtig passt (Stichwort: Hochwasserhose) und dazu das in meinen Augen schlimmste Styleverbrechen – weiße Tennissocken zu einem dunklen Anzug und Billig-Lackschuhe.

Naja – eins muss man ihm lassen, zumindest vom Style her, ist er schon sehr nah dran, an den Ostberliner Verhältnissen in Hohenschönhausen-Lichtenberg.

…was meine Freunde so machen…

Es gibt unterschiedliche Arten und Weisen seine Freizeit zu verbringen. Die einen gehen Schlittschuhlaufen, manche nehmen jedes Wochenende Urlaub von sich selbst, andere wiederum schreiben Texte oder gar Gedichte, ich kenne Leute die malen, es gibt Computernerds und dann gibt es natürlich Freunde von mir die machen Kampfsport.

Vom Kampfsport mag man halten was man will. Per se finde ich es einfach mal ne wundervolle Art seine Freizeit zu verbringen. Ich persönlich Boxe seit ein paar Jahren und habe immer noch meine Freude daran.

Ein sehr guter Freund von mir und toller Mensch obendrein, treibt das Ganze nun aber ein wenig auf die Spitze. Dass er seit ein paar Jahren Freefight macht und auch Wettkämpfe kämpft finde ich ersteinmal gut und freue mich immer ihn live zu sehen.
Nun allerdings nimmt er auch an einer Art bigbrothershow für Freefighter teil, der so genannten Martial Art Extreme Fighter auf DSF.
Allgemein schon halte ich von solchen Shows sehr wenig, allein die Tatsache dass er daran teilnimmt hebt die Show von ihrem Wert für mich schon um Längen hinauf. Ein rechtes Fazit kann ich dazu noch nicht fassen, ich hoffe bloß dass sie Jesse B. nicht verarschen und er schön weit kommt und wenigsten noch ein bischen Geld abgreift.

jesse

Ansonsten bleibt mir an dieser Stelle nur zu sagen – Viel Erfolg, für dich Jesse – und an alle LeserInnen des blogs: jeden Samstag 21 Uhr, also vorm losgehen auf die Party DSF anmachen.

Antifaschisten in aller Munde

In Lichtenberg haben sich SchülerInnen ne ganze coole Sache einfallen lassen – mit dem Projekt „Rund um den Fennpfuhl: Antifaschisten in aller Munde“ entwickelten sie eine gleichnahmige Broschüre in der aufgeklärt wird, welche Straßen in Lichtenberg nach welchen AntifaschistInnen benannt sind. Jeder oder jede Antifa wird dann mehr oder weniger ausführlich dargestellt und der individuelle Lebenslauf, der übrigens bei allen genannten Antifas in der Ermordung endete, niedergeschrieben. Das ganze erschien als 60seitige vierfarbige Hochglanzbroschüre.

Im Netz findet sich dazu leider nur der folgende Artikel aus den Lichtenberger Lokalnachrichten:

Antifaschisten in aller Munde

„Es ist der schrecklichste Ort, an dem ich jemals war.“ Olga Bauer über den Hinrichtungsraum imZuchthaus Brandenburg/Görden. Gemeinsam mit 20 ihrer Altersgefährten hat die 19 –Jährige aus dem Georg-Christoph--Lichtenberg-Gymnasium wissen wollen, welche Persönlichkeiten hinter solchen Namen wie Judith Auer oder Paul Zobel stehen, nach denen
die Straßen in ihrer Umgebung am Fennpfuhl benannt sind. Im Leistungskurs Deutsch
erforschten sie die Biografienvon 19 Frauen und Männern, die von den Nationalsozialisten
ermordet worden sind. Die ersten Exemplare der beeindruckenden Broschüre mit dem
Titel „Antifaschisten in aller Munde“ wurde dieser Tage im Rathaus Lichtenberg an Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich übergeben. „Lesenswert, anregend und
ergreifend ist die vorliegende Publikation“, so die Bürgermeisterin, deren Amt die Herausgabe
der in erster Auflage 2000 Exemplare auch finanziell unterstützte. Sie sind in Bürgerämtern, Bibliotheken und an Schulen erhältlich. Darüber hinaus haben die jungen Biografen gemeinsam
mit den Wohnungsgesellschaften die Texte in den Häusern der jeweiligen Straßen ausgehängt.
Text und Foto :Joachim Pampel

Ich muss sagen, dass auch mich die Broschüre sehr beeindruckt hat und ich sie auch jeden Antifa empfehlen kann. Dies ist vor allem so, da es zur Zeit leider nicht die Regel ist, dass Antifaschismus von schulischer und behördlicher Seite als etwas Positives angesehen wird. Das Gegenteil ist der Fall. So ist es zum Beispiel so, dass die Stiftung civitas, die eigentlich „Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern“ bekämpfen soll, sich nicht in der Lage sieht Projekte mit dem Wort „Antifaschismus“ zu fördern.
Gegen diesen wirren Trend richtet sich zum Beispiel auch dieses Projekt der SchülerInnen des Georg-Christoph-Lichtenberg-Gymnasiums in Lichtenberg.

Wer mal in Lichtenberg vor Ort ist und Zeit hat in nen öffentliches Gebäude zu gehen, sollte sich unbedingt die von mir angepriesen Broschüre besorgen….

Lieblingsfilme 001

amelie-gedicht

Einer meiner Lieblingsfilme ist „Die fabelhafte Welt der Amelie“ von Jean-Pierre Jeunet. Ich denke den meisten LeserInnen dieses blogs dürfte der Film bekannt sein, trotzdem sei wieder einmal an ihn erinnert. Einfach mal wieder ausleigen, sich entspannen und sich freuen.
Ne schöne Zusammenfassung des Filmes unterlegt mit toller Musik von Yann Tiersen kann man bei youtube bewundern:

Von Yann Tiersen habe ich m.E. auch so ziemlich jedes Album, sowie von den auftretenden Sängerinnen alle Alben. Sehr schöne Musik wie ich finde.

Von Jean-Pierre Jeneut sind auch so coole Filme wie „Stadt der verlorenen Kinder“ oder „Delikatessen“ – alles Filme, die ich mir mit großer Freude angucke und die ich durchaus an dieser Stelle sehr empfehlen würde.

all i need…

Eines meiner absolutuen Lieblingslieder und -videos ist von Air – all i need.

Damals 1998 oder 1999 als das Video herausgekommen ist, habe ich (wieder) angefangen Skateboard zu fahren. Das habe ich bis vor kurze Zeit auch relativ regelmäßig gemacht. Nur durch neue hobbies und Studium ist 2006 das erste Jahr in dem ich im Sommer pro Woche an weniger Tagen Skaten war als Nicht-zu-Skaten. Irgendwie macht mich das Video deswegen auch ein bischen traurig. Vor allem die im Video transportierte Stimmung – zwischen Freude und Melancholie und auch die sehr zärtlichen Kommentare der Akteure (die übrigens wirklich Skater sind) – sind für mich das Tolle an dem Video.
Ich habe vor ca. 2 Jahren mir wirklich nicht ausdenken können, dass es Tage im Sommer geben könnte an denen ich nicht skateboarden gehen würde, geschweige denn nicht an Skateboarden zu denken. Das hat sich vollkommen verändert. Nicht nur bei mir – auch bei den Menschen mit denen ich damals skaten gegangen bin.

Auch nette lyrics:
Air
Moon Safari (1998)
All I Need

All I need is a little time,
To get behind this sun and cast my weight,
All I need is a peace of this mind,
Then I can celebrate.

All in all there’s something to give,
All in all there’s something to do,
All in all there’s something to live,
With you …

All I need is a little sign,
To get behind this sun and cast this weight of mine,
All I need is the place to find,
And there I‘ll celebrate.

All in all there’s something to give,
All in all there’s something to do,
All in all there’s something to live,
With you …

animations, drawings, sculptures & installations

shannon

by

Shannon Wright

shannon2

…allein schon aus der Furcht vor Protesten…

Spanien sagt wegen Protesten EU-Treffen ab
10. Okt 16:23

Aus Sicherheitsgründen hat Spanien ein EU-Ministertreffen in Barcelona vorerst verschoben. Autonome drohten mit Krawallen.

Wegen befürchteter Ausschreitungen von Hausbesetzern und Autonomen hat die spanische Regierung kurzfristig ein Ministertreffen der Europäischen Union auf einen unbestimmten Zeitpunkt vertagt.

Zu der Konferenz am 16. und 17. Oktober hatten mehrere Gruppen aus der Hausbesetzer- und Autonomenszene zu Protestkundgebungen aufgerufen.

Der spanische Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba teilte am Dienstag mit, dass die Polizei der Regierung in Madrid zu einer Verschiebung geraten habe.

Bei dem informellen Treffen hatten die Fachminister aus den EU-Staaten über den Wohnungsbau und die Stadtplanung der Zukunft beraten wollen. (nz)

Quelle: http://www.netzeitung.de/spezial/europa/445680.html

Man stelle sich dies in Deutschland vor „Senat sagt Naziaufmarsch ab, weil Antifagruppe XYZ Protest ankündigt“ oder „G8 abgesagt, europaweite Proteste werden befürchtet“.

Björk – zweiter Teil – das Album „Post“

björk3

Das zweite Album von Björk „post“ ist einfach wunderbar, wenn auch noch mehr abwechselungsreich als das erste Album. Irgendwer beschrieb „post“ mal als Zukunftsmusik, aus dem Grunde da es damals, als es 1995 erschienen ist, eine neue Art von Pop beschrieben hat. Wummernde maschierende Techno- oder Housebeats wechseln sich ab mit Björks wundervoller klarer Stimme und ergänzen sich perfekt. Trotzdem kann man festhalten, dass auch Lieder die eher ruhig und melancholisch sind auf „Post“ auftauchen und es Björk damit wieder auch beim zweiten Album gelingt sehr verschiedene Facetten abzudecken und sehr unterschiedliche Geschmäcker zu bedienen.
Allein die ersten beiden Lieder schon, also „Army Of Me“ und „Hyper-ballad“, aber auch das Lied „Enjoy“ und „I miss you“ sprühen in meinen Augen nur so voll Energie. Harte nach vorne drängende Beats und sehr verschiedene Begleitinstrumente machen hier das Besondere aus. Richtig toll ist meines Erachtens auch das vierte Lied der CD. „It´s Oh So Quiet“ ist in nem abwechselungsreichen Musical-Stil gehalten und gefällt mir vor allem auch wegen der, unerwarteten, Bläser. Allein das Video dazu ist unbedingt anzuschauen.
Textlich gefällt mir das Lied „You´ve been flirting again“ am besten. Björk nimmt hierbei die Rolle der beobachtenden Beraterin ein und vermittelt einem Freund Wege wie er sich aus einem Streit mit seiner Liebe wieder befreien kann und eine Versöhnung erreichen kann:

You‘ve Been Flirting Again (Flirt Is A Promise Mix) Lyrics

All that she said was true
All that she said was true
Give her some time
Give her some space
All that she said was true

All that she meant was good
All that she meant was good
Give her some time
Give her some space
All that she meant was good

How you reacted was right
How you reacted was right
Give her some time
Give her some space
How you reacted was right

björk4

Ein anderes ganz großes Lied auf „Post“ ist Lied 8 „Possibly Maybe“. Inhaltlich verarbeitet Björk hier verschiedene Erfahrungen die sie in einer Liebesbeziehung gemacht hat. Ein Auf und Ab wird beschrieben – eine anfängliche totale Hingabe und dann auch wieder das Verschwinden dieses Gefühls. Musikalisch bewegt sich dieser Song in träumerischer Ambient-Atmosphäre. Obwohl ich finde, dass man sich diesen Song erst schwer nähert, ihn dann aber überzeugend finden kann, schaffte es dieser Song als Single-Auskopplung 1996 sogar auf Platz 13 der englischen Charts.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass „Post“ vor allem aufzeigt in welchen verschiedene musikalischen Wassern sich Björk bewegt und welche Unterschiede sich bei ihr auf einem Album finden lassen. Interessanterweise war meines Erachtens durch „Post“ nicht abzusehen, dass Björk auch mal ein (fast ausschließlich) sehr ruhiges Album, wie Vesper Time, einspielen wird. Eine Entwicklung in Richtung House und Drum´n Bass wäre ebenso möglich gewesen.Doch das ist ja irgendwie das Schöne an Björk.
„Post“ ist für mich trotzdem nicht mein Lieblingsalbum von Björk, obwohl sich dieser Satz auch kaum richtig schreiben lässt. Vor allem die noch ruhigeren Alben begeistern mich, aber vor allem auch Songs wie „Possibly Maybe“ oder auch „Headphones“ zeigen auf, was mich persönlich so sehr an Björk so fesselt. Melancholische sprachgewaltige und verspielte Songs…

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Übersetzung

Ein Sprichwort besagt das Folgende:

Nett ist der kleine Bruder von Scheiße.

In der Tat lassen sich schnell ein paar Beweise finden…

1.)
Frage: Wie war die Party bei XYZ gestern?
Antwort: ja, war nett…

Übersetzung: Sicher gibt es schlechtere Parties, ein Neonazikonzert in Lichtenberg zum Beispiel. Die Musik auf der Party hat mir nicht annähernd gefallen. Die meisten FreundInnen von XYZ sind langweilige Studie-Hippies. Veganes Essen kotzt mich auch mehr als an und Sternburg-Bier bringt mich auch nicht in Verzückung. Ich sage hier nur nicht die ganze Wahrheit weil ich weiß, dass du XYZ besser kennst als ich…

2.)
Frage: Und wie ist die CD die du dir gestern für 19€ gekauft hast?
Antwort: ja, die ist auf jeden Fall nett

Übersetzung: Die 19€ hätte ich gut und gerne auch für 5 Schachteln Kippen ausgeben können, da hätte ich mehr von gehabt. Ein klarer Fehlkauf. Der einzige Grund warum ich dir nicht sage, wie ich meine neue CD finde, ist, dass ich nicht will dass er/sie sieht dass ich einen Fehlkauf getätigt habe…

3.)
Frage: Wie findest du eigentlich XYZ, den/die neue/n Freund/in von XYZ?
Antwort: ach der/die, hmh, auf jeden fall nett

Übersetzung: Ja danke der Nachfrage, ich hoffe nächstes Mal sagt ihr mir vorher Bescheid wenn sie/er irgendwo auftaucht, dann gucke ich lieber Fernsehen und bleibe zu Hause…

4.)
Frage: Wie fandest du die letzte Antifa-Demo in blablablub?
Antwort: wie jetzt, die in blablablu, ja die war nett…

Übersetzung: Hör mir damit auf. Immer die gleichen Leute, die gleichen Parolen, die gleichen Ossi-Stadtviertel. Dazu das millionste Mal „Sound of the Police“ von KRS-One und „Bullen verpisst euch, dass ist unsere Demo, wir sind friedlich…“. Aber: nächstes Mal gehe ich sicher wieder hin…

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Also aufpassen wenn euch jemand sagt, dass er es nett findet, dass ihr irgendwo dabei seit…

fuck you berlin, du kalte stadt…

Jaja, wieder zurück in Berlin – und hier ist es erstmal nen bischen doof, voll das beschissene Wetter und auch so ist wieder da sein anstrengender als ich vorher gedacht habe. Naja…
Ich habe keine Lust hier nen Reisebericht zu schreiben. Habe nen paar Fotos gemacht und nen paar, keine für die Reise repräsentativen, werde ich heute schonmal hier reinstellen und kurz kommentieren:

wir
Wir angekommen in Barcelona…

hund01
Irgendwie äh naja lustig, toter Hund, wahrscheinlich überfahren und dann einfach einbetoniert…

hund2
Auch irgendwie coole Hunde halten sich auf Gibraltar auf…

poppers
Auf Gibraltar gibt es für die Kleinen was ganz Feines.

sweets
Läden, in denen Kinder verrückt werden…

strand
Die beste Aussicht beim Aufwachen der Reise.

strand2
Der beste Strand zum chillen und Anglern zugucken und Baden und Lesen und Sonnebrand kriegen.

b
All Cops are Bastards… Aber die in Spanien besonders – nachdem wir von ihnen abgezogen wurden, war unsere Abscheu auf sie und ihr Symbol noch derber. Dazu aber später mehr…

la
Lacoste sponsort im Zoo (in den man einfach kostenlos kommt, wenn man Kinder im Verkaufsshop dazu bewegen kann die Tür zu öffnen) von Barcelona die Krokodile. Danke…

feix
Wahnsinnig gute Ausstellung im Katalonischen Museum in Barcelona zu Republikanischen Plakaten im Spanischen Bürgerkrieg. Dazu mal die Tage nen eigener Artikel mit mehr Bildern.