Archiv für August 2006

grüße & björk

grüße:
Vor allem anderen möchte ich ersteinmal eine Person grüßen und ihr sagen, dass ich mich viel lieber mir ihr unterhalte als zu bloggen. 1000mal lieber…

björk:
björk
Mit Björk ist das so eine Sache – entweder man liebt ihre Musik, oder man hasst sie. Ich für meine Wenigkeit liebe diese Musik, wie man auch schon an meiner Musik-Link-Liste sehen kann. Das erste Mal habe ich angefangen Björk zu hören als ich 14 Jahre alt war. Da hatte meine damalige Freundin nur das Debut-Album und nervte mich damit furchtbar. Damals war ich noch in einer ziemlich Möchtegern-Alternativ-Kid-Phase und alles was in Richtung elektronische Musik ging, war mir zuwider. So natürlich auch das Debut-Album, was wahrscheinlich von allen Björk-Alben das elektronischste ist.
Mitlerweile bin ich ein großer Björk-Fan geworden.
Ich habe nahezu alles was man braucht um sich als Björk-addicted abstempeln lassen zu können:
- Mitgliedschaft im Björk-e-Fanclub (samt wöchentlichem newsletter)
- alle Alben natürlich im Original
- mehrere DVDs
- den Film „Dancer in the Dark“ mit Björk in der Hauptrolle
- die Alben von Björk bevor sie Weltruhm erlang (solo oder mit den Bands)
- Poster
- diverse Bücher
- eine Sammlung von Bildern
Was mir in der Tat noch fehlt ist Björk live zu sehen. Immer wenn sie in Deutschland auftrat hatte ich kein Glück sie zu erleben. Das wird aber sicherlich noch…
Um in diesem blog ein wenig Kontinuität einkehren zu lassen habe ich mir folgende Serie überlegt: ich werde in unregelmäßigen Abständen, beginnend mit den ersten Album immer mal wieder Kritiken hier auftauchen lassen und diese persönlichen Ansichten hier zu Diskussion stellen.
Bauhaustapete ist übrigens auch ein großer Fan von Björk, allerdings brennt er sich auch ihre CDs und das finde ich irgendwie alles andere als OK. Naja…

Nun gehts los:

Björk – Debut

debut

Also vorweg – Debut – gehört nicht zu den mir liebsten Björk-Alben. Trotzdem verbinde ich mit diesem Album wundervolle Erinnerungen, aufgrund der Tatsache, dass ich es schon gut 12 Jahre kenne. Auffallend an dem Album ist, dass es noch deutlich härter als die folgenden Alben ist und natürlich auch noch entschiedener elektronisch. Viele Songs, v.a. aber Violently Happy und Big Time Sensuality, erinnern noch ziemlich an den Club-House der Anfang der 90er Jahre in London gespielt wurde. Festzuhalten bleibt außerdem, dass zumindest meines Erachtens bei Debut von Björk noch nicht so sehr auf ein Konzept geachtet wurde. Die Lieder unterscheiden sich doch sehr stark in Art der Musik und auch in Inhalt der Texte. Meine klaren Favoriten auf der Debut sind die Lieder Venus As A Boy und The Anchor Song. Die Songs haben ganz sicher auch den Grundstein für eine große Anhängerschaft von Björk gelegt.
Vor allem Venua As A Boy beweißt, dass man über Sex besser nur auf Englisch singen sollte. (Verwiesen sei in diesem Zusammenhang auf Ian Gittins – Björk – Human Behaviour – the Story behind the Songs – Rotbuch Verlag 2003). The Anchor Song ist herrausragend spartanisch gehalten und verarbeitet in sehr sinnlicher Form Björks Eindrücke der Natur auf einer Fahrradreise durch Island. Jahrelang habe ich diesen Song auf viele Mixtapes gemacht, mitlerweile bin ich ein bischen davon weggekommen. Alles in allem, wenn auch nicht eine meiner Lieblings-Alben, doch ein wundervolles und vor allem abwechslungsreiches Album, dass damals wahrscheinlich schon aufgezeigt hat, welches musikalische Genie in Björk schlummert und in Welche Richtungen es bei Björk gehen könnte.

björk2

edit:
Wenige Minuten nachdem ich diesen Beitrag reingestellt habe, rief mich Bauhaustapete an: „Sag mal, willst du mich verarschen, ich habe die alle im Original. Alle!“
Ich wiederum: „Oh tschuldigung, aber hast du dir nicht mal eine von mir gebrannt?“
Er wieder: „Welche?“
Ich: „Die Medulla!“
Er: „Ja stimmt, Mist – dafür habe ich die Remix-CD“
Ich: „Aber ich doch auch…“
Er: „Ja stimmt, Mist…“
Man muss hier aufpassen was man schreibt, es kann also auch Konsequenzen im reallife haben…

heinersdorf ging mal garnicht, Tapete & the gonz

Heinersdorf

Naja heute habe ich mich mal wieder auf ne Demo begeben. Diesmal ging es nach Pankow-Heinersdorf, um gegen die Moschee-Bau-Gegner zu demonstrieren.
Ich war mit netten Leuten da, Anzahl der Leute war ganz ok, Musik ging grad noch so, (echte) Nazis am Rande und kurz mal am Ende, (Bürger-)Nazis an den Fenstern, zum Teil recht gute Redebeiträge und zum Teil richtig schilmme Redebeiträge („…da werden durch den Heinersdorfer Rassistenmob tatsächlich einige Begriffe aus dem Islam als negativ dargestellt – z.B. Sharia…“). Irgendwie ist es so gekommen wie ich es erwartet habe, wenn die Antifa Weissensee zu einer Demo aufruft und auch den Lauti übernimmt. Irgendwann war ich richtig genervt. Außerdem war es teilweise stinklangweilig, aber was soll auch schon passieren.

Tapetes Selbstbewußtsein

Ich war ja mit meinem sehr tollen Kumpi bauhaustapete (ein wundervoller blog) da und mit dem hatte ich ne ganz kurze aber lustige Begebenheit. Nachdem ich ihm kurz in die Hacken getreten bin und ich ihm, quasi als Entschuldigung, auf den Rücken geklopft habe, meinte er trocken: „Was soll das…“ – ich dann: „Öh, wollte dich nur mal kurz berühren…“. Er wieder trocken: „Das kann ich gut verstehen…“.
Selbstbewußtsein hat er, der Tapete…

Mark Gonzales

Vorhin habe ich am Straßenrand nen Typen gesehen, der mich irgendwie an Mark Gonzales erinnerte.
gonz2
Mark Gonzales ist eine Skateboarding-Legende und ein begnadeter Künstler.
gonzales
In den USA bekommt er auch den fame den er verdient.
Sehr zu empfehlen ist auch sein Buch „broken poems“, dass ich mir grade mal kurz aus dem Bücherregal nehmen musste. Ganz angenehme Kurzgeschichten und Gedichte und immer mal wieder die ein oder andere Zeichnung vom Gonz persönlich, sehr schön das Ganze.
broken

Hier eine kleine Leseprobe:

“Ich habe mich nie richtig fürs Lesen interessiert.
Ich bin auch irgendwie Legastheniker.
Als Kind blätterte ich in den Magazinen und
Büchern nur, um die Photos anzusehen. Als
ich neun war, fing ich an, die Photos, die
mich interessierten, auszuschneiden. Ich
heiße Scrabble. Das ist der Name, den mir
der alte Mann, der mich fand, gegeben hat.”

Und in der Art finden sich halt viele Stories, die man vor allem als Skateboarder verstehen kann, denn da wird über so „wichtige“ Dinge wie Bordsteine, kaputte Decks oder aber auch über den beschissenen Freizeitjob philosophiert, der einen die Zeit zum Skaten raubt.
Wer mich kennt, kann sich das Buch gerne ausleihen, ich verleihe Bücher aber auch wirklich nur an Leute die ich mag und denen ich vertraue.

vom namen her, habe ich schon nichts anderes erwartet…

Was ich nicht alles für Links geschickt bekomme – diesmal zum Beispiel fragt sich die BZ: „Wie kommt der braune Mist in ihren hübschen Kopf?“ und schreibt einen Kurzbericht über eine Nazi aus Lichtenberg.
Das ist Mandy Schmidt (übrigens sieht die auch so aus, wie ich mir Mandy Schmidt immer vorgestellt habe, sie hätte aber auch Jacqueline Müller (sprich Jackelihne), Doreen Meier, oder Manuela Neuman heißen können):
mandy
Meine Ansicht von hübsch sieht ja schon ein wenig anders aus, allerdings soll dies auch keine politische Kategorie darstellen.
Interessanter bleibt da irgendwie für mich die Frage, wie man den Einzug der NPD bei den Abgeordneten und BVV-Wahlen in Berlin und auch in Mecklenburg Vorpommern verhindern kann und empfehle aus diesem Grunde folgende Seiten:

Hol dir den Kiez zurück – Lichtenberg gegen Rechts

Kein Stimme den Nazis

Vor allem auf das Konzert im Weitlingkiez bin ich gespannt. Zwar ist die Musik alles andere als meine, doch kann ich mir eine gewisse Lustigkeit des Tages auch fernab der Musik vorstellen.

Ok muss erstmal wieder richtig in Berlin ankommen…
Dann werde ich auch versuchen nen bischen was über die vergangene Woche zu schreiben!

Lesen! …und wenn auch nur online…

Bevor ich nachher losfahre gibt es noch folgende Empfehlung für ein sehr cooles Kunstmagazin.
Das Juxtapoz – art & culture magazine.
Ich bin vor Jahren, als ich noch jeden Tag Skateboard gefahren bin und mir nahezu alle möglichen Skateboard-Magazine kaufte, durch das Thrasher auf die „Kunst&Kultur“-Zeitschrift gestoßen…

Beispiel:
beispiel
Viel Spass beim gucken und so!

drinnen und draußen – eine front – von trotteln

Musik: master ace – totally bass

Wer am Samstag, so wie ich, auch auf den Straßen des Prenzlauer Bergs unterwegs war und sich einem Riesenaufgebot der Bullen und einen peinlich Häufchen Nazikinder gegenüber sah, wird früher oder später auch das „lustige“ Fronttranspi der Neonazis bemerkt haben.
Lesen konnte man dort: „Freiheit für Olli, Christian, Sebastian und Luni – …“. Für wen der Trauerhaufen auf die Straße ging sei kurz im folgendem skizziert:

Olli = Olliver Oeltze – Mitglied der verbotenen Kameradschaft Tor, verurteilter Gewalttäter, der in Potsdam bei einem Angriff auf Antifas dabei war, bei dem es zu lebensbedrohlichen Verletzungen kam. Hintergründe zu dem Fall, kann man hier nachlesen.

Christian = Christian Bentz – der lustige Durchknall-Nazi aus den „Freien Kräften Berlin“, der Nachfolgeorganisation der KS Tor befindet sich zu Zeit in U-haft. In Prinzip wird ihm so ziemlich jedes mittelschweres Verbrechen vorgeworfen. Von Landfriedensbruch bis hin zu gefährlicher Körperverletzung. Lustig war Herr Bentz vor allem deswegen, da er immer die Fassung verloren hat. In der Bahn, auf der Straße, beim Aufmarsch um die Ecke oder aber auch vor Gericht. Hintergründe zu seiner Verhaftung findet man hier und seinen Gewalttaten hier.

Sebastian = Sebastian Dahl – sitzt wegen versuchten Mordes an Antifas noch einige Jahre in Haft. Vor einigen Jahren warf Dahl in der Vornacht des antifaschistischen Festivlas Le monde est a nous in Königs Wusterhauses Molotovcocktails auf eine Bühne. Auf dieser schliefen damals mehrere Antifas.

Luni = Michael Regener – Sänger der Ikone des Neonazi-Rocks Landser. Weiterführende Infos findet man in einem Artikel im AIB.

Nun ja, wen sie mit diesem line-up außerhalb einer degenerierten Bewegung begeistern wollen, bleibt mir unklar. Das wird es auch nie.

coole (h)omies
Am Rande des ganzen konnte ich aber folgenden Dialog zweier antifaschistischer Omas belauschen, der meine Meinung ganz gut wiedergibt:

Oma 1: „Ui guck, da ziehen sich jetzt so viele schwarze Jacken und Handschuhe an…“
Oma 2: „Hmh… und?“
Oma 1: „Na, da fliegen ganz sicher gleiche Steine und es gibt Verletzte…“
Oma 2: „Na und?!!!! Bei dem Nazipack habe ich kein Mitleid, die haben es verdient…“
Oma 1 (erst nachdenklich, dann bestimmt): „Hmh, ja, wenn du es so sagst, hast du Recht!“

Ich konnte meine Begeisterung kaum verkneifen und hätte die beiden alten Ladies fast umarmt.

Fast am Ende des Gegenprotest kam es dann noch zu einer sehr coolen Aktion:

In Rücksprache mit FreundInnen, bin ich mir sicher, dass dies die erste prozionistische Dach-Aktion ever war. Ganz sicher nicht die letzte…

So, bin nun ne Woche weg, dann wieder mehr…

…wenn uns da kein aufmarsch erwartet

Wenn die Kindernazis aus den ehemaligen Zusammenhängen der KS-Tor und der BASO folgendes Lesen, hat die Antifa in Berlin sich wahrscheinlich wieder einer Neonazi-(Spontan)-Demonstration in irgendeinem langweiligem Kiez oder aber einer Neonazikundgebung vor irgendeinem Biologiezentrum zu stellen.

Donnerstag, 17. August 2006
Fluch der Namensgebung
Hitlerkäfer vorm Aussterben

Es gibt einen Käfer, der kurz vor der Ausrottung steht – und keiner will etwas von ihm wissen. Selbst naturkundliche Sammlungen weigern sich, diesen Käfer in ihre Bestände aufzunehmen. Der Fluch dieses Tieres ist sein Name: Anophthalmus hitleri.

Der „Hitlerkäfer“ wurde 1933 in den Höhlen des damaligen Jugoslawiens entdeckt und von einem glühenden Anhänger des Deutschen Reiches nach dem „Führer“ benannt. Darüber berichtet National Geographic Deutschland in der September-Ausgabe.

Der augenlose Hitlerkäfer gehört zu den Laufkäfern. Er frisst kleines Höhlengetier, das ihm vor die kräftigen Kieferzangen läuft. Auf Insektenbörsen werden inzwischen Höchstpreise für den Käfer gezahlt. Vor allem unter Neonazis wird das Tier hoch gehandelt. Deshalb gehen Wissenschaftler auf Distanz.

Bei der Namensgebung sind Insektenforscher bis heute wenig zimperlich. Erst kürzlich wurde ein Schleimpilze fressender Schwammkugelkäfer nach dem Präsidenten der USA benannt: Agathidium bushi.

Ganz und garnicht Ironie und Fiktion ist allerdings folgender Aufmarsch in Berlin an diesem Wochenende:

Hess-Marsch in Berlin verhindern!
Samstag, 19.8., 10.00 Uhr Alexanderplatz

Da der „Rudolf-Hess-Gedenkmarsch“ auch in diesem Jahr vom Bundesverfassungsgericht verbotenen wurde, haben die Nazis abermals eine Demonstration in Berlin angemeldet. Sie soll 11.00 Uhr am Alexanderplatz beginnen und über die Prenzlauer Allee zur Bornholmer Strasse gehen. Nach den Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr ist zu erwarten, dass der Aufmarsch auch dieses Mal nicht verboten wird, obwohl er offensichtlich eine Ersatzveranstaltung für den Marsch in Wunsiedel darstellt. Antifagruppen gehen davon aus, dass mit mehreren hundert Personen ähnlich viele Nazis nach Berlin mobilisiert werden können wie schon im Jahr zuvor.

Um die Rechtsextremisten in diesem Jahr an ihrem Aufmarschversuch zu hindern, haben sich die Berliner Antifa-Gruppen auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Sie rufen ab 10.00 Uhr zu Protesten unter dem Motto „Naziaufmarsch stoppen!“ am Alexanderplatz (Ecke Memhardstr./Karl-Liebknecht-Str.) auf. Ziel ist es, den Aufmarsch durch zivilen Ungehorsam und unter Einsatz von vielfältigen Protestmitteln bereits am loslaufen zu hindern. Wir rufen alle Berlinerinnen und Berliner auf, den Nazis konsequent Paroli zu bieten und dafür zu sorgen, dass deren geschichtsrevisionistische und rassistische Agitation auf breiten Widerstand stößt.

Weitere Kundgebungen sind ab 11.00 Uhr an der Ecke Mollstr./Prenzlauer Allee (von den Bezirksämtern Pankow und Mitte), an der Ecke Marienburger Str./Prenzlauer Allee (von der Linkspartei.PDS) sowie an der Ecke Bornholmer Str./Schönhauser Allee (von Antifa-Gruppen) als Anlaufpunkte für Gegenaktionen angemeldet.

Am kommenden Samstag wird ab 09.30 Uhr das Antifa-Infotelefon besetzt sein, um über den aktuellen Stand Auskunft zu geben. Die Nummer lautet: 030-2756 0756.

In diesem Sinne:
hess

motivation?!

Musik: David Bowie – young americans

So nun habe ich mich endlich auch wieder entschlossen ein blog zu starten. Nachdem ich vor gut anderthalb Jahren schonmal bei myblog unter dem Namen amelie gepostet habe, geht es nun unter dem Namen Gehwegplatte weiter. Nur ganz wenige meiner Freunde wissen mit dem Namen etwas anzufangen und das mag auch gut sein. Vielleicht gibt es auch Personen, die mit dem Namen etwas verbinden könnten, es in diesem Moment aber ganz sicher nicht wissen.

Ich habe das Ganze mal mit Motivation überschrieben – aus dem einen Grund, da es mich sehr motiviert hat wieder zu bloggen, dass mein guter Freund Jesse B. einen blog ins Leben gerufen hat.

Ansonsten bin ich heute durch einen kruden Link auf einen noch kruderen Text gestoßen . Für mich noch einigermaßen unbekannt. Diskussionen auf jeden Fall, die es in dieser Art heutzutage nicht mehr gibt.
Als ich zu einem Zeitzeuge meinte, dass ich komische Autonomen Geschichte gelesen habe, spezifisierte er dies mit „Autonomen Geschichtchen“, um uns letzendlich darauf zu einigen, dass Autonom die Verniedlichung von Geschichte schon fast implizierte.

Damals viel mir das schreiben leichter, vielleicht kommt dies aber wieder…

Stimmungslage irgendwo hier:
Mark Rothko

Wirklich auch sehr zu empfehlen, ist der Künstler ansich.

Hoffentlich geht es bald wieder hierhin:
Mark Rothko 2